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07.03.2016 l 3:4 - Extrem bitteres Ende für BW Lohne
Wieder entscheidet ein später Freistoß den offenen Schlagabtausch / BWL-Trainer Dauny: „Der war geschenkt“
Das Hinspiel ließ grüßen: Durch zwei umstrittene Freistöße schaffte Melle im Hinspiel ein 3:3 – gestern glückte so sogar der Sieg.

Nach packenden bis dramatischen 94 Minuten rang Lohnes Trainer Daniel Dauny nach Luft – und nach Worten. „Das war ganz, ganz, ganz bitter, das hatte die Mannschaft nicht verdient“, sagte er nach der unglücklichen 3:4 (2:1)-Niederlage von BW Lohne beim SC Melle. Der Coach konnte es kaum fassen: Nach dem offenen Schlagabtausch auf dem Kunstrasen des neuen Landesliga-Spitzenreiters entschied wie im Hinspiel (3:3) ein später Freistoß dieses hochklassige Match: Ustim Schröder knallte das Ding zum 4:3 (83.) ins Netz. Und der Pfiff zu diesem Freistoß brachte Dauny auf die Palme: „Kristen Bramscher spielt ganz klar den Ball, der Freistoß war geschenkt. Den hätte der Schiedsrichter nicht pfeifen dürfen, das war ein ganz unwürdiges Ende eines tollen Landesligaspiels.“

So blieb die herausragende kämpferische Leistung der Lohner unbelohnt. Die Gäste kamen in Melle von Beginn an gut zurecht. „Es standen zwei gute Mannschaften auf dem Platz. Wir haben sehr diszipliniert gespielt, waren leicht überlegen und hatten auch ein leichtes Chancenplus, aber wir mussten ständig aufpassen, die waren mordsgefährlich“, ordnete Co- Trainer „Pui“ Westendorf das Geschehen bereits nach den ersten 45 Minuten ein. Dieser Spielverlauf spiegelte sich auch in den brisantesten Aktionen wider.

So kam BW Lohne zu den ersten beiden Möglichkeiten durch Dio Ipsilos (8.) und Mursel Smakolli (22.). Danach verhinderte BWL-Keeper Philip Kreimer gegen David Liegmann den Rückstand (26.). Dieser fiel wenig später, als Matthias Strehl nach einem herrlichen Pass von Jonas Strehl das 1:0 erzielte (32.).

Die Gäste ließen sich aber überhaupt nicht aus dem Konzept werfen, ihre Antwort kam schnell und deutlich: Als Mursel Smakolli am Sechzehner nicht angegriffen wurde, zog er aus dem Stand trocken ab und traf ins linke Eck zum 1:1 (32.). Es kam noch besser: Felix Oevermann steckte nach einer bärenstarken Balleroberung die Kugel zu Dio Ipsilos durch – das 2:1 direkt vor dem Pausenpfiff (45.).

Im zweiten Abschnitt ging"s mit offenem Visier weiter, ein richtiges Fußballspektakel inklusive Torfestival. Ustim Schröder drehte zunächst das Match mit einem Doppelpack. Zuerst versenkte er nach einer Kreimer-Parade erst im Nachschuss einen Elfmeter (56.), nachdem er vorher selbst durch den ausrutschenden Sergei Hofmann zu Fall gekommen war. Dann köpfte der Ex-Lohner zum 3:2 ein (63.), ehe Kristen Bramscher im Nachsetzen wieder zum 3:3 ausglich (71.). Dieses Resultat wäre solch einem Fight gerecht geworden, doch es kam extrem bitter für BW Lohne.

Überblick:
SC Melle - BW Lohne 4:3
Melle:
Süllow - Maaske, Maxharraj, Reineke, Strickrock - M. Strehl (80. Strohmeyer), Kleine-Kalmer, J. Strehl, Liegmann (85. Welkener) - Franken (72. Schwieger), Schröder.
Lohne: Kreimer - Bramscher, Hofmann, Bröring, Thoben (51. Meyer) Schneppe, Oevermann, Westerhoff, Hegerfeld - Ipsilos (72. Wernke), Smakolli.
Tore: 1:0 M. Strehl (27.), 1:1 Smakolli (32.), 1:2 Ipsilos (45.), 2:2 Schröder (56., Elfmeter), 3:2 Schröder (63.), 3:3 Bramscher (71.), 4:3 Schröder (83.).
Nächstes Spiel: Sonntag (13.3., 15.00 Uhr) gegen Türkgücü OS.

Im Bild: Mit seinem 13. Saisontor schaffte Mursel Smakolli gestern das
schnelle 1:1 – der Auftakt zu einem packenden Fight.

Foto: Schikora

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