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17.11.2015 l Lohner Leistung passt zum tristen Wetter
BWL kassiert mit dem 0:3 gegen Kickers Emden seine erste Heimniederlage der Saison / Dauny: „Ein schwarzer Tag“
So ein Kunstrasen ist ja eine feine Sache. Man kann immer trainieren – egal, ob"s regnet, stürmt oder schneit. Und man kann spielen, wenn andernorts die Wetterkapriolen für Absagen am Fließband sorgen. Aber nicht immer ist die Spielgarantie ein Segen. Diese Erfahrung machten gestern die Landesliga-Fußballer von BW Lohne, die am Volkstrauertag wohl lieber daheim geblieben wären.

An einem Tag, an dem sich der triste November mit Dauerregen und starken Windböen von seiner hässlichsten Seite zeigte, kassierte BWL seine erste Heimniederlage der Saison. Gegen Kickers Emden gab es ein bitteres 0:3 (0:1). Lohnes Chance auf Platz drei wurde ebenso vom Winde verweht wie so manche Flanke der indisponierten Blau-Weißen.

„Das war ein schwarzer Tag für uns, ein miserabler Tag“, sagte Lohnes Coach Daniel Dauny und ergänzte: „Die Niederlage ist verdient – ohne Wenn und Aber. Wir hatten heute nur vier, fünf Spieler, die sich bemüht haben. Drei, vier haben dagegen überhaupt nicht stattgefunden.“

Die Euphorie vom satten Derbysieg gegen den TV Dinklage (5:1) war plötzlich weg. „Es fehlte die geistige Frische, wir waren ja immer einen Schritt zu spät. Ich hab" jetzt so direkt nach dem Spiel keine Erklärung für diese Leistung“, erklärte Dauny, dessen Team erstmals in dieser Saison ohne eigenes Tor blieb. Der Trainer gab allerdings auch zu bedenken: „Wir haben gegen eine Top-Mannschaft gespielt.“

In der Tat. Emden zeigte eine klasse Vorstellung. Die Ostfriesen waren griffig und quirlig, zielstrebig und zweikampfstark – egal, ob am Boden oder in der Luft. Der Sprung auf Platz zwei war der Lohn für eine taktisch disziplinierte Leistung. Lohnes Versuch, erstmals seit dem zweiten Spieltag ohne Gegentor zu bleiben, wurde bereits in der sechsten Spielminute torpediert. Ein Abschlag von BWLKeeper Jürgen Pundt landete bei den Gästen, denen ein schneller Pass in die Spitze reichte, um die Viererkette der Gastgeber zu düpieren. Tido Steffens hatte freie Bahn und traf eiskalt zum 1:0 für den Vorjahresdritten.

In der Folgezeit versuchten die Lohner, irgendwie Zugriff auf die Partie zu kriegen. Es hätte auch beinahe mit dem Ausgleich geklappt. Mursel Smakolli schickte Dio Ipsilos auf die Reise, doch der Rechtsaußen verzog knapp (19.). Auf der Gegenseite hatte Innenverteidiger Hendrik Diekmann das 2:0 auf dem Kopf (27.). In der Summe agierte Emden vor der Pause schnörkelloser, Lohne hatte dagegen Probleme im Aufbau und spielte zu oft quer und zurück statt in die Spitze. Torjäger Tim Wernke hing förmlich in der Luft – und über die Außen passierte gar nichts.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie etwas munterer. Jürgen Pundt parierte zunächst zweimal gegen Heiko Visser (57.) und Steffens (73.). Dazwischen lag die erste gefährliche Aktion von Smakolli, der es aus 18 Metern etwas zu genau machen wollte – es fehlten ein paar Zentimeter zum 1:1 (63.).

Für die Schlussviertelstunde stellte Dauny hinten auf eine Dreierkette um, Smakolli avancierte zur zweiten Spitze neben Wernke, Christian Hegerfeld wurde links noch offensiver. Nach einer dritten Parade von Pundt (77.) hatte Smakolli zweimal den Ausgleich auf dem Fuß; erst wurde sein Schuss abgeblockt (77.), danach jagte er den Ball aus knapp 20 Metern über das Tor (84.).

Kickers Emden geriet jedoch nicht ins Wanken – und machte dann alles klar. Einen tückischen Distanzschuss von Andre Geiken konnte Pundt nicht festhalten, Sebastian Bloem staubte zum 2:0 ab (86.). Es war die Entscheidung, allerdings nicht der Schlusspunkt. Einen blitzsauberen Konter schloss Steffens zum 3:0 ab (90.+3) – sein siebtes Saisontor.

„Die Niederlage ist zu hoch ausgefallen“, haderte Dauny, sagte nach der fünften Etappe der Heimspielwochen mit sechs Heimpartien in Serie aber auch: „Wir sind nie richtig aufgewacht und haben uns schlecht bewegt. Diese Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben.“

Überblick:
Lohne - Kickers Emden 0:3

Lohne: J. Pundt - Westerhoff, D. Pundt, Sandvoß, Hegerfeld - Oevermann, Liegmann (74. Bröring) - Ipsilos, Burhorst (46. Bramscher), Smakolli - Wernke.
Emden: Buss - Batbay, Meyer, Diekmann, A. Flessner - Geiken (90.+1 Schmidt), Visser, Goosmann, Bloem (87. Ocloo) - Lange (90.+1 T. Flessner), Steffens.
Tore: 0:1 Steffens (6.), 0:2 Bloem (86.), 0:3 Steffens (90.+3).
Zuschauer: 100.
Nächstes Spiel: Sonntag (22.11./14.00 Uhr) gegen Friesoythe.

Im Bild:
Wuchtig in den Winkel geknallt: Emdens Sebastian Bloem (rechts) war beim 2:0 per Abstauber zur Stelle – zum Leidwesen der drei Lohner Kirsten Bramscher (16), Marius Sandvoß (5) und Torwart Jürgen Pundt.

Foto:
Wenzel

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