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20.09.2015 l 3:3 nach 3:1 – Pfiffe bringen Lohne in Rage
Ausgleich in der Nachspielzeit / Landesligist fehlt die Cleverness / Schiedsrichter schenkt Melle drei Freistöße
Bis zur 82. Minute wähnte sich Lohne auf dem Weg aus der Krise – und dann kam doch alles anders.

Nach dem Abwärtstrend inklusive der ersten Saisonniederlage am vergangenen Sonntag in Nordhorn zeigte die Leistungskurve bei Fußball-Landesligist BW Lohne gestern Abend wieder nach oben, doch irgendwie war"s wieder ein Rückschlag. Gegen den SC Melle führten die Blau-Weißen bis zur 82. Minute mit 3:1 – und nach siebenminütiger Nachspielzeit endete dieses Kampfspiel 3:3 (1:1).

Keine Frage, so einen 3:1-Vorsprung musste BW Lohne nach Hause bringen. Aber es war ein wahrlich denkwürdiges Spiel, in dem Melle glücklich zu einem Punkt kam. Allen drei Gästetoren gingen Freistoßpfiffe von Schiedsrichter Rainer Wulftange (Osnabrück) voraus, die zweifelhaft waren und BW Lohne in Rage brachten. „Es war ein schönes Landesligaspiel, das leider der Schiedsrichter entschieden hat. Er hat auch eine ziemliche Arroganz an den Tag gelegt“, meinte BWL-Trainer Daniel Dauny, der in Richtung seines Teams ergänzte: „Ein 3:1 müssen wir cleverer ausspielen.“

Dauny überraschte mit einer taktischen Variante: Stürmer Julius Liegmann agierte als „Sechser“. Dank seiner Präsenz räumte er nach hinten hin gut ab und holte sich viele Bälle, worunter aber sein Offensivspiel litt. Insgesamt aber fand BW Lohne gut in die Partie und zeigte einige gelungene Spielzüge, die allerdings nicht konsequent ausgespielt wurden. Die Führung entsprach aber den Spielanteilen: Einen abgeblockten Schneppe-Schuss versenkte Mursel Smakolli aus zwölf Metern trocken ins linke Toreck – 1:0 (11.).

Die Meller leisteten sich hingegen ungewohnt viele Stockfehler. Aus dem Nichts fiel der Ausgleich: Einen Ahmet-Freistoß ließ Keeper Philip Kreimer abprallen, aus einem Meter staubte Matthias Strehl ab – 1:1 (33.). Ein Geschenk, denn die Aktion zuvor von Tobias Niedfeld rechtfertigte keinesfalls den Freistoßpfiff. Unterm Strich musste sich Lohne ärgern, dass man nach den guten Ansätzen in der ersten halben Stunde nur mit einem 1:1 in die Kabine ging.

Mit Wiederbeginn verlor BW Lohne allerdings den Faden, die Partie wirkte völlig zerfahren. Trotzdem führte man plötzlich mit 3:1. Die Tore fielen praktisch aus dem Nichts: Einen Volleyschuss von Felix Schneppe lenkte Torjäger Tim Wernke zum 2:1 (65.) ab, eine Wernke-Vorarbeit schloss Dio Ipsilos aus 20 Metern zum 3:1 (67.) ab.

Danach hatte Lohne alles im Griff. Der Sieg schien in trockenen Tüchern, ehe Melles Regisseur Ali Ahmet seine Auftritte hatte: Per Freistoß erzielte er den Anschluss (82.) und läutete das große Zittern ein. Als sich in der Nachspielzeit der Ball in der Meller Hälfte befand, pfiff der Referee in Lohner Strafraumnähe einen Freistoß: Erneut trat Ahmet an – mit einer Leichtigkeit, die fast eine Torgarantie bedeutet, traf er zum 3:3 (90.+3).

Überblick:

BW Lohne - SC Melle 3:3

Lohne: Kreimer - Niedfeld, Bröring, D. Pundt, Hegerfeld - Westerhoff, Liegmann - Ipsilos (72. Tanke), Schneppe (87. Sandvoß), Smakolli (90. Burhorst) - Wernke.

Melle: Süllow - Maaske, Reinike, Stegmann, Jennebach (46. Martinetz) - Kleine-Kalmer (77. Katsis), J. Strehl - M. Strehl, Ahmet, D. Liegmann (68. Stickrock) - Schröder.

Tore: 1:0 Smakolli (11.), 1:1 M. Strehl (33.), 2:1 Wernke (65.), 3:1 Ipsilos (67.), 3:2 Ahmet (82.), 3:3 Ahmet (90.+3).

Gelb-Rote Karte: Niedfeld (Lohne/88./Zeitspiel).

Zuschauer: 200

Nächstes Spiel: Sonntag (27.9./15.00 Uhr) bei Türk. Osnabrück.

Im Bild: Das dritte Lohner Tor erzielte Dio Ipsilos; eigentlich die Vorentscheidung, aber dann musste noch gezittert werden.

Foto: Wenzel

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