Neuigkeiten vom Verein

23.07.2012 l Pfeifer fliegt mit Maskes Segen nach London
Box-Idol verabschiedet Olympia-Kämpfer in der Sportschule Hennef zu den Olympischen Sommerspielen
Noch ist er ganz ruhig, aber das werde sich bald ändern, glaubt Erik Pfeifer. Der Boxer aus Vechta fliegt morgen mit dem Team zu den Olympischen Spielen nach London.

Am Dienstag beginnen für Erik Pfeifer endlich die Olympischen Spiele – zumindest der Anflug darauf. Ab Düsseldorf geht es mit dem Flieger in die britische Hauptstadt, wo der Superschwergewichtler von BW Lohne am Mittwoch nächster Woche (1. August) erstmals in den Ring steigt. Die Auslosung erfolgt am 28. Juli.

„Ich bin noch ganz ruhig, aber das wird sich wahrscheinlich ändern, wenn ich angekommen bin“, sagte der im Olympia-Stützpunkt Heidelberg boxende Bundeswehr-Sportsoldat. Der 25-jährige Vechtaer hat sich in den vergangenenWochen intensiv auf London vorbereitet und vor allem in der Sportschule Hennef mit dem Olympiateam des Deutschen Box-Verbandes (DBV) an seiner Form gefeilt. Neben Pfeifer, der in der Königsklasse über 91 Kilogramm antreten wird, sind auch Enrico Kölling (81 Kilo), Stefan Härtel (75 Kilo) und Patrick Wojcicki (69 Kilo) dabei. Pfeifer sagt: „Die Stimmung ist sehr gut, wir sind ein echtes Team.“

Bis zuletzt hat das Quartett in Hennef im Sparring gestanden. Für vier Tage ging es zwischendurch  noch einmal zur Erholung nach Weinheim bei Heidelberg, wo Pfeifer mit Ehefrau Anastasia und Sohn Nikita (1) lebt. Die beiden werden ihn in London auch besuchen. Vom 27. bis 31. Juli sind sie in Großbritanniens Hauptstadt zu Besuch. Bevor Erik Pfeifer erstmals boxen muss, treten sie wieder die Heimreise an. Bis dahin sollte genügend Zeit sein, London und Pfeifers Wahlheimat im Olympischen Dorf kennenzulernen.

Seine Eltern hatten auch einen Besuch erwogen, zumindest Vater Oleg, aber Erik wollte das nicht. Im Falle einer Niederlage möchteer niemanden enttäuschen. Er erklärt weiter: „Und wenn es etwas zu feiern gibt, können wir das immer noch nachholen.“

Verabschiedet wurden die deutschen Olympiaboxer in Hennef unter anderem von Henry Maske. Das Box-Idol wurde 1988 in Seoul für die ehemalige DDR Olympiasieger – da war Erik anderthalb Jahre alt und lebte noch in der Stadt Asbest in Gorbatschows UdSSR. Pfeifer erklärt: „Henry Maske war schon ein paar Mal in Hennef, aber so richtig Kontakt zu ihm hatte ich noch nie. Er hat uns auch Tipps gegeben. Das war schon eine gute Sache.“

Maske, gebürtig aus dem brandenburgischen Treuenbrietzen und heute Betreiber von zehn McDonald’s-Filialen im Rheinland, sprach über seine eigenen Erlebnisse und stellte fest: „Wenn ich nach fast 26 Jahren im Boxsport zurückschaue, dann habe ich viele Siege eingefahren. Ich habe meinen Profititel verteidigt und konnte sogar mit 44 Jahren noch einmal in den Ring steigen. Trotz all dieser Siege ist mir im Nachhinein der Olympiasieg der wichtigste. Ich bekomme heute noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke.“

Worte, die ihre Wirkung auch bei Pfeifer nicht verfehlten. „Eine Goldmedaille ist auch mein Traum. Aber auch, wenn es überhaupt schon eine Medaille werden würde, wäre es okay“, sagt der 25-jährige mehrfache DeutscheMeister und WM-Dritte.

Die Kampftage in London stehen schon fest; geboxt wird pro Abend dreimal drei Minuten, immer mit Kopfschutz. 16 Kämpfer sind dabei. Wer gewinnt, geht weiter, wer verliert, kann nach Hause fliegen. Das nennt sich K.o.-System. Es ist den Boxern bestens vertraut.

Steckbrief

Das ist Erik Pfeifer
Geboren: 22. Januar 1987 in Asbest/Russland; 1994 mit Familie nach Deutschland übergesiedelt.
Heimatort: Vechta
Verein: BW Lohne
Beruf: Sportsoldat; lebt mit Frau und Sohn in Weinheim bei Heidelberg; trainiert am dortigen Olympia-Stützpunkt.

Größte Erfolge (Superschwergewicht, + 91 kg)
3. bei WM 2011
1. bei EU-Cup 2009
1. bei DM 2008, 2009, 2010

Kampftage in London
Achtelfinale Mi. 1.8./16.30
Viertelfinale Mo. 6.8./23.30
Halbfinale Fr. 10.8./23.30
Finale So. 12.8./16.15

Im Bild:
Olympia-Neuling und Box-Legende: Erik Pfeifer (links) mit Henry Maske
Foto: Marmetschke
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